Bislang konnten Drittstaatsangehörige in Malta ihre Aufenthaltserlaubnis ohne größere Hürden um zwei Jahre verlängern, ohne dass neue Kursanforderungen im Wege standen. Solange ein Beschäftigungsverhältnis bestand, war das Verfahren weitgehend verwaltungstechnisch, und es bestand die Möglichkeit, die Aufenthaltsgenehmigung einfach durch Zahlung eines zusätzlichen Jahres (150 € mehr) zu verlängern. Für viele wurde dies zur Norm, und zwar eine ziemlich unkomplizierte.
Nach der Einführung des Kurses vor der Ausreise, der offiziell am 1. März 2026 für alle neuen TCN-Antragsteller in Kraft getreten ist, wird nun eine weitere Stufe hinzugefügt. Diesmal geht es nicht um die Zeit vor der Ankunft, sondern während des Aufenthalts.
Die jüngsten politischen Änderungen beginnen jedoch, diese Erwartung zu verändern. Die jüngsten politischen Änderungen beginnen nun, diese Erwartung zu verändern. Die Maßnahmen wurden auf einer Pressekonferenz des stellvertretenden Premierministers Ian Borg und des Innenministers Byron Camilleri angekündigt, die Folgendes erklärten: “Arbeitnehmer, die nach Malta kommen, müssen angemessen auf das Leben und die Arbeit in diesem Land vorbereitet werden.” und fügte hinzu, dass die Last der Anpassung nicht unverhältnismäßig auf die maltesische Gesellschaft abgewälzt werden sollte.
Eine neue Anforderung für längere Verlängerungen
Als Teil der Maltas Politik der Arbeitsmigration Einführung führt die Regierung eine verpflichtender Integrationskurs für TCNs, die bereits in Malta leben und arbeiten.
Es wird erwartet, dass der Kurs Folgendes umfasst:
- Maltesische Kultur und Alltagsleben
- Grundlegende maltesische und englische Sprachelemente
- Gesetzliche Rechte und Pflichten
- Bürgerschaftliches Bewusstsein
Am Ende wird auch eine Bewertung oder Prüfung erwartet.
Von einfachen Verlängerungen zu bedingten Verlängerungen
Die bemerkenswerteste Veränderung ist nicht die Einführung des Kurses selbst, sondern die Art und Weise, wie er die Logik der Verlängerung verändert. Was früher ein einfacher Verwaltungsprozess war, wird jetzt zu einem stärker an Bedingungen geknüpften Rahmen.
Während einjährige Verlängerungen voraussichtlich beibehalten werden, kann die Verlängerung der Erlaubnis auf zwei oder drei Jahre zunehmend von der Absolvierung des Integrationskurses und dem Bestehen der erforderlichen Bewertung abhängen. Damit wird eine neue Ebene in das System eingeführt, bei der die Verlängerung der Erlaubnis nicht mehr automatisch erfolgt, sondern an die Erfüllung bestimmter Anforderungen geknüpft ist.
In der Praxis bedeutet dies, dass Integration, Partizipation und Compliance Teil der Entscheidung über eine Verlängerung werden, nicht nur der Beschäftigungsstatus.
Wo die Ungewissheit liegt
Während die politische Richtung immer klarer wird, bleiben eine Reihe von praktischen Fragen unbeantwortet.
Zum Beispiel:
- Wird dieser Kurs als gleichwertig betrachtet mit Integrationsprogramme der Stufe 1 bereits eingeführt?
- Werden Personen, die bereits Stufe 1 abgeschlossen haben ausgenommen?
- Müssen Bewerber, die den neuen Kurs absolvieren, weiterhin Stufe 1 durchlaufen, oder werden sie als befreit betrachtet?
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine klaren Vorgaben, wie diese Szenarien gehandhabt werden sollen.
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Unterschiedliche Regeln für hochqualifizierte TCNs
Für hochqualifizierte Arbeitnehmer, einschließlich derjenigen, die unter die Initiative für Schlüsselkräfte, die Initiative für Fachkräfte, die Blaue Karte EU und die Liste der qualifizierten Berufe fallen, gelten diese Regeln nicht. Nach der derzeitigen politischen Ausrichtung werden sie weiterhin eine längere Aufenthaltserlaubnis von bis zu drei Jahren erhalten können, ohne den Integrationskurs absolvieren zu müssen, solange sie die erforderlichen Gehaltsstufen und Beschäftigungsbedingungen erfüllen. Vereinfacht ausgedrückt zielt die neue Kursanforderung in erster Linie auf gering und mittel qualifizierte Tätigkeiten ab, während hoch qualifizierte Bewerber weiterhin von einem unkomplizierteren Verlängerungsverfahren profitieren.
- Gering qualifizierte TCNs → mehr Bedingungen (Kurse, Prüfungen, stufenweise Verlängerungen)
- Hochqualifizierte TCNs → mehr Stabilität (längere Genehmigungen, vereinfachte Verlängerungen)
Was kommt als Nächstes?
Mit der weiteren Einführung werden detailliertere Leitlinien für die Umsetzung erwartet. Im Moment befinden sich sowohl die TCNs als auch die Arbeitgeber in einer Übergangszeit, in der sich das System zwar deutlich verändert, aber noch nicht vollständig definiert ist. Ein wichtiger Punkt, der in der Diskussion oft übersehen wird, ist, dass nicht alle TCNs werden nach der neuen Politik gleich behandelt.
Wir werden diese Entwicklung aufmerksam verfolgen, insbesondere wenn sie sich in der Praxis auf echte Erneuerungsfälle auswirkt. Folgen Sie uns auf unseren sozialen Kanälen, um auf dem Laufenden zu bleiben.